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Fachkräftemangel in der IT-Branche erreicht Rekordhoch

Der Mangel an IT-Fachkräften erreicht in Deutschland ein alarmierendes Rekordhoch

Der Mangel an IT-Fachkräften erreicht in Deutschland ein alarmierendes Rekordhoch und die Situation verschlechtert sich zum zweiten Mal in Folge. Laut Bitkom sind derzeit 149.000 IT-Jobs unbesetzt, was einen Höchststand darstellt. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst bezeichnet dies als ein „systemisches Problem der deutschen Wirtschaft“, hervorgerufen durch zu wenig Fachkräfte und zu viel Regulierung.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betont, dass der Mangel an IT-Fachkräften unabhängig vom Konjunkturverlauf besteht und auf „zu wenig Fachkräfte und zu viel Regulierung“ zurückzuführen ist. Die hohe Nachfrage nach digitalen Kompetenzen wird jedoch nicht durch ein ausreichendes Angebot gedeckt, was sich zunehmend negativ auf die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auswirkt.

Eine Umfrage unter 854 Unternehmen mit mindestens drei Beschäftigten zeigt, dass nur noch zwei Prozent der Befragten das aktuelle Angebot an IT-Fachkräften als ausreichend betrachten, im Vergleich zu acht Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig geben besorgte 70 Prozent an, dass ein Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften besteht.

Die pessimistische Stimmung setzt sich fort, da die Mehrheit der befragten Unternehmen nicht erwartet, dass sich die Situation in absehbarer Zeit verbessern wird. Lediglich drei Prozent gehen davon aus, dass der Fachkräftemangel abnehmen wird, während besorgniserregende 77 Prozent befürchten, dass noch mehr Stellen unbesetzt bleiben.

Die Auswirkungen des IT-Fachkräftemangels sind bereits in vielen Unternehmen spürbar. Sechs von zehn Unternehmen berichten, dass IT-Positionen deutlich länger unbesetzt bleiben als andere Jobs, im Durchschnitt 7,7 Monate im Vergleich zu 7,1 Monaten vor einem Jahr. Die Qualität der rekrutierten IT-Fachkräfte variiert stark, wobei immer mehr Quereinsteiger fast jede vierte Stelle besetzen.

Eine mögliche Lösung sahen viele Unternehmen im Fachkräfteeinwanderungsgesetz von 2020, das den Zuzug ausländischer Fachkräfte erleichtern sollte. Dennoch zeigen die Ergebnisse der Umfrage, dass bürokratische Hürden und mangelnde Information die Umsetzung dieses Gesetzes behindern. Drei Viertel der Unternehmen beklagen mangelnde Informationen, 67 Prozent bürokratischen Aufwand, und 62 Prozent sehen Rassismus als ein Problem bei der Rekrutierung ausländischer Fachkräfte.

Trotz eines leichten Anstiegs der Studienanfänger im Bereich Informatik seit 2019, scheint dies nicht auszureichen, um den steigenden Bedarf an IT-Fachkräften zu decken. Es bleibt abzuwarten, wie Politik, Bildungseinrichtungen und Unternehmen gemeinsam diese Herausforderung angehen, um das digitale Deutschland wieder auf Kurs zu bringen.

 

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fachkraeftemangel-im-it-sektor-erreicht-rekordhoch-a-d824b0c5-9cc4-4db1-be7f-054c44dd9be5

Von Lukas Faria

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